Moneytor – Großküchenabfall vergleichen & einsparen


Wir machen Ihnen die laufende Kontrolle Ihrer Lebensmittelabfälle möglich!

In österreichischen Großküchen (z.B. in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Betriebsrestaurants) fallen jährlich rund 60.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle an. An einzelnen Standorten kann der Warenwert dieser Abfälle deutlich über EUR 200.000 liegen. Dies zeigt eine von United Against Waste durchgeführte Studie aus den Jahren 2014-2015.

Das neue Programm Moneytor von United Against Waste ermöglicht Großküchen-Betreibern die Performance ihrer Standorte beim Lebensmittelabfall laufend zu überwachen und die größten Einsparpotenziale leicht zu identifizieren. Das System ist einfach und kostengünstig, denn die einzigen Daten die dazu gesammelt werden sind die monatlichen Ausspeise- und Entsorgungsmengen.

Das System

Nach einmaliger Befüllung der Profilinformationen (u.a. Betriebsgröße, Öffnungszeiten, Produktions- und Ausgabesystem, Vielfalt des Speiseangebotes u.v.a.), erfolgt die monatliche Eingabe der Ausspeise- und Entsorgungsmenge anonym in eine zentrale Datenbank. Auf Basis dieser Daten wird als einheitliche Kennzahl der sogenannte „Verlustgrad“ berechnet, der das Verhältnis zwischen Entsorgungs- und Ausspeisemenge in Prozent zeigt und Vergleiche zwischen den Standorten ermöglicht.

Das System offenbart, wo die teilnehmenden Standorte beim Lebensmittelabfall stehen, sowohl intern als auch im branchenweiten Vergleich. Filtermöglichkeiten bei der Auswertung stellen hierbei sicher, dass hierbei nur Standorte mit ähnlichen Rahmenbedingungen miteinander verglichen werden. Anhand der Ergebnisse können die größten Hebel für weiterführende Maßnahmen leicht identifiziert werden.

Pilotphase abgeschlossen, Start des Normalbetriebs im Frühjahr 2018

Das Programm Moneytor wird derzeit konzeptioniert und getestet. 

Der Moneytor wurde in Zusammenarbeit mit führenden Akteuren der Gemeinschaftsverpflegung entwickelt und im Jahr 2017 im Rahmen einer umfassenden Pilotphase an insgesamt 69 Großküchenstandorten getestet. Neben privaten Küchenbetreibern wie Eurest, Gourmet, Sodexo, SV-Group, Contento, Kulinario, SANA, Go Gastro, business lounge oder dem Ordensklinikum Linz haben sich hier auch öffentliche Einrichtungen wie das Österreichische Bundesheer, der Wiener Krankenanstaltenverbund, die oberösterreichische Gesundheits- und Spitals AG, die Seniorenwohnhäuser der Stadt Salzburg sowie das Landeskrankenhaus Mauer beteiligt.

Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln der Abfallvermeidungsförderung der Sammel- und Verwertungssysteme für Verpackungen (mit Unterstützung der ARA), des Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) sowie durch Beiträge der teilnehmenden Großküchenbetreiber.

Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen wird derzeit die Erhebungsmethodik überarbeitet und ein Online-System zur laufenden Erfassung und Bearbeitung der Daten programmiert. Ab Frühjahr 2018 wird das Monitoring den Normalbetrieb aufnehmen und steht ab dann auch weiteren Akteuren der Gemeinschaftsverpflegung zur Nutzung offen.

 

Ausbau zum branchenweiten Managementsystem

Zeitgleich mit dem Start des Normalbetriebs wird das Monitoring um ein Managementsystem zur laufenden Umsetzung von Reduktionsmaßnahmen ergänzt. Dann kommen, je nach Handlungsbedarf eines Standortes, verschiedene Eskalierungsstufen zum Einsatz: Angefangen von Selbstevaluierung durch die Standortverantwortlichen mit eigenständiger Festlegung von Kernmaßnahmen über Peer-to-Peer Workshops bis – bei fortlaufend hohen Abfallmengen – hin zu detaillierten Abfallanalysen und Vor-Ort-Beratungen.

 

Weitere Informationen können den untenstehenden Downloads entnommen werden.

Bei Interesse an einer Teilnahme am System bitten wir um Kontaktaufnahme per E-Mail unter united-against-waste@tatwort.at oder telefonisch unter 01 / 409 55 81 – 215

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