Neues Online-Tool soll Lebensmittelverluste in Gastronomie und Hotellerie erstmals einfach sichtbar machen. Betriebe können sich jetzt als Pilotpartner bewerben und mitgestalten.
Lebensmittelabfall ist für viele Gastronomie- und Hotelleriebetriebe schwer greifbar: Die Verluste sind da, aber selten in Zahlen sichtbar. Genau hier setzt der neue FOOD WASTE RADAR an, den United Against Waste (UAW) derzeit entwickelt.
Worum geht es?
Seit 2014 unterstützt United Against Waste Betriebe dabei, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und Kosten zu sparen. Mit dem neuen FOOD WASTE RADAR entsteht erstmals ein einfach nutzbares Online-Tool für Hotellerie und Gastronomie, das Lebensmittelverluste sichtbar macht. Die Plattform verbindet vorhandene Einkaufs- und Abfalldaten und macht daraus aussagekräftige Kennzahlen zu Lebensmittelverlusten, Kosten und Einsparungspotenzialen.
Durch die Kooperation mit Entsorgern und Einkaufsgemeinschaften soll der FOOD WASTE RADAR künftig weitgehend automatisiert funktionieren und so zum Selbstläufer für das betriebliche Abfallmonitoring werden. Die Ergebnisse stehen den Betrieben in Form von Reports und später über ein Online-Dashboard zur Verfügung – mit wenigen Klicks und minimalem Aufwand inkl. Branchenvergleich.
Warum das Thema so relevant ist
Wie hoch die Verluste tatsächlich ausfallen können, zeigen erste Auswertungen: Im Schnitt gehen bei Restaurants rund 21 % der eingesetzten Lebensmittel verloren – das sind durchschnittlich rund 33.700 Euro pro Jahr. Der FOOD WASTE RADAR soll Betrieben helfen, diese Verluste systematisch zu erfassen und gezielt gegenzusteuern.
Gesucht: Pilotbetriebe für den Aufbau des Tools
Damit der FOOD WASTE RADAR praxisnah entwickelt wird, sucht UAW jetzt 20 Restaurants und Hotels, die als Pilotpartner von Beginn an dabei sind. Pilotpartner nutzen das System während der Startphase kostenfrei und wirken aktiv an der Entwicklung eines neuen Branchenstandards mit.
Diese Vorteile bringt eine Pilotpartnerschaft:
- Kostenfreie Teilnahme während der Start-Phase
- Transparenz über Lebensmittelabfälle
- Berechnung des verlorenen Warenwerts
- Aufzeigen von Einsparungspotenzialen
- Individuelle Ergebnisberichte
- Anonymisierter Branchenvergleich
- Frühzeitiger Zugang zum neuen Online-Tool
- Direkte Mitgestaltung der Entwicklung
- Positionierung als innovativer Vorreiter der Branche
Das braucht es von teilnehmenden Betrieben:
- Betriebsdaten (Betriebsart, -größe, Belegungs- bzw. Gästezahlen, weitere Stammdaten)
- Wareneinsatz für Lebensmittel sowie Lebensmittelabfall-Daten (Kosten der Lebensmitteleinkäufe ohne Getränke, Gewicht/Volumen/Anzahl der entleerten Abfalltonnen) – jeweils zweimalige Eingabe über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten (Saison, Halbjahr oder Jahr)
- Feedback zu Projektbeginn sowie Rückmeldungen zu Ergebnisberichten und zur Benutzerfreundlichkeit des Tools
Zeitlicher Ablauf
- Q1 & Q2 2027 – Piloterhebung: Befragung der Bedürfnisse und Ideen der Pilotpartner, Datenerhebung (unterstützt durch UAW), Berechnung und Auswertung, erste Report-Entwürfe sowie Feedbackrunden
- Q3 & Q4 2027 – Entwicklung des Online-Tools durch UAW und Projektdienstleister
- Q4 2027 & Q1 2028 – Demo-Nutzung und Testing: Datenerhebung im neuen Tool, Auswertung und Benchmarking, Erstellung von Demo-Reports sowie Feedback zu Tool und Berichten
- 2028 – Go-live: Offizieller Launch des Food Waste Radar
Jetzt Pilotpartner werden
Gastronomie- und Hotelleriebetriebe, die Lebensmittelverluste sichtbar machen, ihre Kosten senken und einen neuen Branchenstandard aktiv mitgestalten möchten, können sich jetzt als Pilotpartner melden: per E-Mail an united-against-waste@tatwort.at.



