Köche unterstützen Köche:
Beratungsangbot Küchenprofi[t]


United Against Waste hat mit Unterstützung des BMLFUW das Beratungsprogramm „Küchenprofi[t]“ entwickelt. Erfahrene Köche unterstützen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe sowie Großküchenbetreiber bei der Reduktion von Lebensmittelabfall. In sechs Bundesländern wird die Hälfte der Beratungskosten gefördert.  

Nicht aufgegessene Schnitzel, unangetastete Beilagen oder übrig gebliebene Buffets – viele dieser Abfälle und Kosten sind vermeidbar. Um dieses Einsparpotenzial beim Lebensmittelabfall zu nutzen, hat die Initiative United Against Waste (UAW) – ein Partnernetzwerk aus Wirtschaft, Bund, Ländern, NGOs und Wissenschaft – ein konkretes Angebot für Küchenbetriebe geschaffen: Im Programm Küchenprofi[t] erhalten sie Begleitung bei der detaillierten Analyse der Ursachen für Lebensmittelabfall und der Entwicklung von punktgenauen Einsparmaßnahmen.

  • Der bekannte Haubenkoch Siegi Kröpfl ist als Küchenprofi[t]-Berater unterwegs.

    Foto (c) Krenn Verlag

„Das Besondere an diesem Angebot ist, dass die Berater selbst viele Jahre in der Küche gestanden sind und daher die Besonderheiten und Herausforderungen der Branche kennen. Wenn wir in den Betrieb gehen, durchleuchten wir den Weg der Lebensmittel vom Einkauf über die Lagerung bis hin zur Zubereitung. Wir haben einen externen Blick auf alltägliche Arbeitsabläufe und können so leichter Einsparquellen identifizieren. Schon durch das Drehen an wenigen Stellschrauben kann man Ressourcen schonen und Kosten einsparen.“

sagt Siegfried Kröpfl, einer von österreichweit acht Küchenprofi[t]-Beratern. Der renommierte Tiroler Haubenkoch war viele Jahre in der Top-Gastronomie im In- und Ausland tätig und hat die Entwicklung des Angebots begleitet.

Geförderte Beratung

Das Programm „Küchenprofi[t]“ ist in den Ländern Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien in die betriebliche Umweltförderung integriert. Betriebe, die Küchenprofi[t] in Anspruch nehmen, erhalten dort eine Förderung von 50 Prozent der Kosten und zahlen netto 960 Euro – in Wien sogar nur 554 Euro.

Details zu Leistungen und Preisen

„Die Investitionskosten für das Beratungsangebot sind im Vergleich zu den möglichen Einsparungen gering. Wir hatten bereits vor der Beratung einen sehr bewussten Umgang mit Ressourcen. Trotzdem gibt es in jedem Betrieb blinde Flecken in den täglichen Abläufen.“

resümiert Margarete Durstberger, Leiterin des Seminarhotel Wesenufer in Oberösterreich, das bereits von der Förderung profitiert hat.

Das Grazer Traditionsgasthaus Lend-Platzl der Familie Klug hat Küchenprofi[t] ebenfalls in Anspruch genommen. Küchenchef Nikolaus Klug ergänzt:

„Schon die Abfallanalyse ist sehr aufschlussreich und man kann daraus Maßnahmen ableiten. Ein positiver Effekt ist auch, dass so eine Beratung das Bewusstsein für die Abfallvermeidung bei den Mitarbeitern stärkt.“