Tellerreste vermeiden:
Anpassung der Portionsgröße


  • "Tellerreste lassen sich oft schon durch die richtige Portionierung vermeiden. Platziert man statt einem Stück Fleisch zu 180 Gramm einfach drei kleinere Stücke zu 45-50 Gramm, wirkt der Teller ansprechend und genauso voll. Und für ein Dessert bleibt so auch noch Platz." Willi Haider, Erste Steirische Kochschule

  • Tipp: Verwiegen Sie die einzelnen Komponenten der Gerichte und analysieren Sie die Tellerreste, um Standardportionen gezielt anzupassen. Mit einfachen gestalterischen Tricks müssen kleinere Portionen nicht nach weniger aussehen.

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  • "In Absprache mit der Pflege und dem Ernährungsteam haben wir Anpassungen vorgenommen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren: Sowohl die Standardportion als
    auch die kleine Portion wurden reduziert. Beim Frühstück servieren wir für die kleinen Portionen nur mehr ein Stück Gebäck und bei der Diabetes-Kost verzichten wir auf die Nachmittagsjause, da diese meist unberührt wieder in die Küche zurückgeschickt wurde." Andrea Weidenauer, Küchenleiterin, Krankenhaus der Elisabethinen Linz

  • Tipp: Verringern Sie die Standardmenge beim ausgegebenen Essen und stellen Sie unterschiedliche Portionsgrößen zur Wahl. Lassen Sie in Krankenhäusern und Pflegeheimen bei der Aufnahme die KundInnen ihren Hunger (kleiner – normal – größer) selbst einschätzen.

Die Situation

„Lieber etwas zu viel auf dem Teller als zu wenig“, zu diesem Ergebnis kam United Against Waste im Jahr 2016 bei einer österreichweit angelegten KonsumentInnenumfrage. Dass Portionen aber oft schlichtweg überdimensioniert und auch für den besten Esser nicht zu schaffen sind, stellt keine Seltenheit dar. Die Zeiten schwerer körperlicher Arbeit sind passé, der Bärenhunger mit ihr. Somit zahlt es sich aus, die Portionsgrößen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und bei der einen oder anderen Speise nachzubessern.

Lösungsansätze

Standardportionen überprüfen

Verwiegen Sie die einzelnen Komponenten der Gerichte und analysieren Sie die Tellerreste, um Standardportionen gezielt anzupassen. Mit einfachen gestalterischen Tricks müssen kleinere Portionen nicht nach weniger aussehen.

Standardportionen verringern und Portionsgrößen wählbar machen

Verringern Sie die Standardmenge beim ausgegebenen Essen und stellen Sie unterschiedliche Portionsgrößen zur Wahl. Lassen Sie in Krankenhäusern und Pflegeheimen bei der Aufnahme die KundInnen ihren Hunger (kleiner – normal – größer) selbst einschätzen.

Portionsgrößen für Gäste wählbar machen

Führen Sie unterschiedliche Portionsgrößen ein und wählen Sie das richtige Wording dafür. Gäste wählen lieber große und kleine Portionen statt „Seniorenteller“ oder „Kinderteller“.